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23. März 2019
Gemeinsames Konzert mit „Mann O Mann“ aus Wernau in der Giengener Schranne

(Quelle: Heidenheimer Zeitung vom 26.03.2019)

Sorgte für ein begeistertes Publikum: der Männerchor Mann-oh-Mann bei seinem Konzert im Bürgerhaus Schranne. © Foto: CTT

 

Das Publikum war begeistert vom Vortrag zweier Männerchöre.

 

Die bereitgestellten Sitzplätze reichten am Samstagabend in der Schranne bei Weitem nicht aus: An die 300 Zuschauer wollten erleben, was sich denn hinter dem Titel „Mann oh Mann“ verbirgt. Und der Beifall am Ende war tosend, lang und Zeichen großer Begeisterung.

Auslöser dafür waren die beiden Chöre, die mit ihrem Programm nicht nur ihre Sängerkünste bewiesen, sondern auch ein glückliches Händchen bei der Liedauswahl. Und die gleichen Namen haben sie auch noch: „Mann-oh-Mann“ aus Giengen und „Mann o Mann“ aus Wernau zeigten, dass Männergesangvereine keineswegs in die Mottenkiste gehören, sondern im Gegenteil taufrisch und topaktuell sein können.

Vielseitiges Programm

Und dabei hatten beide Chöre ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Die Giengener Sangesmannen eröffneten mit „O Susanna“ den Abend und sie bestachen mit ruhigen Nummern wie „Sound of Silence“, „Die kleine Kneipe“ und „Hail holy queen“ aus „Sister Act“, dem hintergründigen „Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler, witzigem Liedgut wie „Ode an die Heimat“, die nur dort ist, wo das WLAN sich verbindet, und den nicht minder vergnüglichen „Tee-Idle“ und dem Zählwerk „One“. Chorleiter Uli Maier hatte dabei feine Dynamik herausgearbeitet, die dem glasklaren Gesang eine besonders virtuose Note verlieh. Reinhard Meys „Diplomatenjagd“ als Zugabe passte da hervorragend in den heiteren Rahmen – der „Waidmannsdank“ des Publikums für diesen grandiosen Vortrag war den Giengenern gewiss.

Musikerkollegen aus Wernau

Ihre Kollegen aus Wernau unter der Leitung von Andreas Baumann hingegen hatten ihr Augenmerk besonders auf einen unterhaltsamen Vortrag mit viel Bewegung gerichtet. Und auch das passte gut zu den von ihnen ausgewählten Stücken, die mit „Lass uns gehen“ und „80 Millionen“ zeitgenössische Hits umfassten. Vor allem aber setzten sie auf sehr komödiantische Lieder: Ihre Version von „Ich brech die Herzen der stolzesten Frau’n“, des Wolle-Kriwanek-Klassikers „Reg i di uf“, „Die Spinn muss weg“ zur Melodie von „The lion sleeps tonight“, „Aber sonst gesund“ von den „Wise Guys“ und „Klonen kann sich lohnen“ und ihre musikalische Visitenkarte zur Melodie von „Skandal im Sperrbezirk“ zusammen mit den kleinen Showeinlagen einschließlich passender Requisiten ergaben einen köstlichen Vortrag, der eine Fülle von Pointen für das Publikum bereit hielt. Als Höhepunkt des Abends standen dann auch beide Chöre gemeinsam auf der Bühne, um mit „Aus der Traube in die Tonne“, einen Klassiker der Chorliteratur und mit dem aktuellen Titel „Männer mag man eben“ für ein furioses Finale zu sorgen. Der Titel sprach denn auch den Zuhörern aus dem Herzen, in das sie die singenden Männer längst geschlossen hatten.

Abrundung durch die MSG-Combo

Eine besondere Abrundung erhielt das Gesangsprogramm durch die Beiträge der MSG-Combo, die ihre Jazz- und Filmmusikklassiker eigens für diesen Abend einstudiert hatte und vor allem mit gekonnten Improvisationen ebenfalls viel anerkennenden Beifall erhielt.

Das Publikum war sich jedenfalls einig: Die Tradition des Männerchorgesangs, der ja in jüngster Zeit nicht mehr häufig anzutreffen ist, war mit diesem Abend aufs Schönste wiederbelebt worden und es wäre schade, wenn es bei diesem Abend bleiben würde. Da dies aber bereits das zweite gemeinsame Konzert der beiden „Mann-o-Männer“ war, bleibt zu hoffen, dass es auch noch ein drittes Mal geben wird. Mindestens.